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Nachhaltigkeit: Eine Verpflichtung gegenüber dem Territorium.

Unser Modell verbindet das Wissen der Vorfahren mit technischer Innovation, um das Ökosystem der Vereda Páramo Bajo zu schützen und die Zukunft der Inga-Gemeinschaft zu sichern.

Nachhaltigkeit Hintergrund

Unser Veredelungsprozess

1. Selektive Ernte und fairer Preis

Qualität beginnt am Baum. Wir praktizieren eine manuelle, selektive Ernte und pflücken ausschliesslich Kirschen, die ihren optimalen Reifegrad erreicht haben. Um diese Exzellenz zu gewährleisten, zahlen wir unseren Erntehelfern einen Preis, der über dem Marktpreis liegt. Damit würdigen wir ihre Arbeit und stellen die Reinheit des Rohstoffs sicher.

2. Sortierung nach Dichte (Balseo)

Nach der Ernte verwenden wir ein Flotationssystem in statischen Tanks, um den Kaffee nach seiner Dichte zu sortieren:

  • Exportkaffee (Dichte Bohnen): Wir wählen die Bohnen aus, die aufgrund ihrer hohen Dichte sinken. Diese Konzentration an organischen Stoffen garantiert eine komplexe Tasse mit Körper und brillanter Säure, die unseren Spezialitätenstandards entspricht.
  • Zweite Qualität (Flotes): Bohnen mit geringer Dichte (leere oder unreife Bohnen) schwimmen auf und werden aussortiert. Obwohl sie nach unserem Kreislaufmodell verarbeitet werden, sind sie nicht für den Export bestimmt, da sie unser sensorisches Profil nicht erreichen.

3. Anaerobe Fermentation und Trockenentpulpung

Nach der Sortierung beginnt die sensorische Entwicklungsphase des Kaffees:

  • Fermentation: Die ausgewählten Bohnen ruhen 4 bis 5 Tage in versiegelten Tanks (ohne Wasser). Dieser Prozess bringt süsse und komplexe Noten zur Geltung, da der Zucker aus dem Fruchtfleisch in die Bohnen eindringen kann.

4. Langsame Trocknung und Stabilisierung

Der Kaffee wird 3 bis 4 Wochen lang auf Trocknungsbetten stabilisiert. Diese langsame Trocknung ist entscheidend für die Langlebigkeit des Geschmacks, bevor der Kaffee für die finale Dreschung bereit ist und die physische Auswahl für den Export.

Traditionelle Landwirtschaft und Biokultur

Traditionelle Landwirtschaft und Biokultur

Dieser technische Prozess basiert auf einer Philosophie des absoluten Respekts vor der Erde. Unser Anbau fügt sich harmonisch in den Wald ein, unter einem System aus vielfältigen Schattenspendern (Guamos und einheimische Obstbäume), das aktiv die Wiederaufforstung und den Erhalt der Artenvielfalt fördert.

Dieses Engagement für die Regeneration des Ökosystems und die Erhaltung des Territoriums im Rahmen der Initiative Wuasikamas ("Hüter des Territoriums") wurde 2015 international mit dem Equatorial Prize der UNO ausgezeichnet – eine Auszeichnung, die die Führungsrolle der Inga-Gemeinschaft bei der Schaffung nachhaltiger Lösungen für die menschliche Entwicklung und den Schutz der Natur würdigt.

Der Mondkalender

Wir synchronisieren unsere landwirtschaftliche Arbeit mit den Mondphasen.

Neumond

Neumond (Tage 1 bis 5)

Während dieser fünf Tage ermöglichen wir den Pflanzen absolute Ruhe, da sich der Saft in den Wurzeln konzentriert. Dieses Phänomen stärkt die Struktur der Frucht, verleiht ihr eine höhere natürliche Widerstandsfähigkeit und reduziert den Schädlingsbefall drastisch.

Vorteil:

Dank dieses biologischen Zyklus minimieren wir die Notwendigkeit externer Pestizide.

Vollmond

Vollmond (1 Tag: Ruhe & Biostimulation)

Diesen Tag widmen wir der Regeneration der Pflanze, um Fehlbildungen der Bohne zu vermeiden und eine harmonische Entwicklung zu gewährleisten. An diesem Tag erfolgt ausschliesslich eine Blatt-Biostimulation durch Sprühen mit einer natürlichen Mischung aus Melasse und flüssigem Calcium-Bor.

Vorteil der Biostimulation:

Diese Nahrung wirkt wie ein sofortiger Energieschub. Sie stärkt die Abwehrkräfte, verbessert die Blüte und stellt sicher, dass die Bohne mit einer überlegenen Dichte und Qualität wächst.

Hybrides Nährstoffsystem

Um den Lebenszyklus unseres Kaffees zu schliessen, kombinieren wir moderne Wissenschaft mit biologischem Wissen und versorgen die Pflanzen alle drei Monate mit Nährstoffen:

Mineralische Basis

Ausgewogene Zufuhr von Stickstoff, Phosphor und Kalium für die strukturelle Entwicklung der Pflanze.

Kreislaufwirtschaft

Wir führen die kompostierte Kaffeeschale dem Boden wieder zu, geben die entzogenen Nährstoffe zurück und verbessern die organische Struktur des Bodens.

Unser Modell steht im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der UN-Agenda 2030:

SDG 6: Sauberes WasserSDG 6:
Sauberes Wasser
SDG 8: Menschenwürdige ArbeitSDG 8:
Menschenwürdige Arbeit
SDG 12: Nachhaltige ProduktionSDG 12:
Nachhaltige Produktion
SDG 13: KlimaschutzSDG 13:
Klimaschutz

Keine Labels, sondern konkrete Massnahmen mit nachvollziehbarer Wirkung.